Dienstag, 1. Oktober 2013

Besucher beim Herztag beweisen: Gesundheit ist ein Herzensanliegen

Friedrichshafen (kf) - Herztag im Klinikum Friedrichshafen: Unter dem Motto „Das schwache Herz“ haben die Medizinische Klinik II und die Neurologische Klinik am vergangenen Samstag ins Krankenhaus eingeladen, und die zahlreichenBesucher bewiesen, dass ihnen ihre Gesundheit durchaus eine Herzensangelegenheit ist. Sie erfuhren dabei nicht nur, was die moderne Medizin leistet, sondern auch, was sie selbst für ihre (Herz-)Gesundheit tun können.
Beeindruckend: Der Katheter, der zum Einpflanzen eines Stents verwendet wird.
Oberarzt Dr. Christoph Staudinger bei seinem Vortrag zum Thema „Das schwache Herz“.

Rauchen, Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck: Die Risikofaktoren für Herzschwäche, Herzinfarkt oder Schlaganfall sind bekannt. Dennoch nimmt die Zahl der Erkrankungen weiter zu – und das nicht nur aufgrund der steigenden Lebenserwartung, wie die Fachvorträge in Friedrichshafen deutlich machten. Umso wichtiger deshalb, so Oberarzt Dr. Christoph Staudinger(Kardiologie), mögliche Ursachen frühzeitig zu erkennen und bei Symptomen wie Luftnot, Wassereinlagerungen oder Gewichtszunahme eine beginnende Herzschwäche entsprechend zu behandeln.

Für Patienten, die bereits unter schweren Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder gar an einem Herzinfarkt leiden, kann ein sogenannter Stent lebensrettend sein. Wie ein solches medizinisches Implantat aussieht, wie es an seinen „Einsatzort“ am Herzen gelangt und dort seinen Dienst als Gefäßstütze tut,das bleibt medizinischen Laien zumeist verborgen. Die Besucher des Herztags in Friedrichshafen wissen jetzt mehr: Im Herzkatheter-Labor vermittelten ihnen nicht nur Videosequenzen eine Vorstellung von diesem invasiven Eingriff – Katheter, Ballon und Stent durften auch selbst in die Hand genommen werden.

„Unglaublich, so winzig!“ Die ältere Dame ist beeindruckt, als Dr. Rudolf Schiele, geschäftsführender Oberarzt der Kardiologie am Klinikum Friedrichshafen, das kleine röhrenförmige Geflecht aus Metall präsentiert. An der Spitze eines langen Katheters sitzend, wird der Stent mithilfe eines zunächst ebenso winzigen Ballons unter hohem Druck aufgedehnt und in ehemals verstopfte Herzkrankgefäße eingepflanzt, um einen erneuten Verschluss zu verhindern. Und das auf Dauer: „Der Stent bleibt für immer drin“, erklärte der Facharzt das Verfahren.

Weil sich aber am Stent selbst neue Verschlüsse bilden können, arbeitet die moderne Medizin auch mit Gefäßstützen, die mit Medikamenten beschichtet sind.Deren Wirkstoffe sollen die Blutgerinnung hemmen und damit die Bildung von gefährlichen Blutgerinnseln. Bildet sich solch ein Gerinnsel, schwimmt los und erreicht das Gehirn, kann das schnell zu einem Schlaganfall führen, wie Dr. Schiele erklärte.

Apropos Schlaganfall: Der gilt als die häufigste Komplikation einer Herzschwäche und ist alters-, aber auch geschlechtsabhängig. „Ab 65 steigt die Häufigkeit deutlich an, Männer sind weit mehr betroffen als Frauen“, machte Professor Dr. Roman Huber, Chefarzt der Neurologischen Klinik, klar. Was den Schlaganfall besonders unberechenbar macht: „Er kommt ganz plötzlich, von einer Sekunde zur nächsten.“ Da bleibe nur eines: 112 wählen und den Notarzt rufen, so Hubers Rat, denn: „Zeit ist Gehirn“.

Ein gesundes Herz freilich schlägt taktgenau und regelmäßig. Dies bewies ein sogenanntes Herzecho: Am Monitor konnten dieBesucher die Ultraschalluntersuchung eines jungen Sportlersmitverfolgen. Peter Cigolla, ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung, hatte an seinem Stand im Foyer derweil Tipps und Informationen dazu parat, was jeder selbst für seine Gesundheit tun kann. Mit Rezepten aus der herzgesunden Mittelmeerküche etwa lässt sich schon ein schmackhafter Anfang machen.

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