Mittwoch, 17. Juni 2015

Klinikum Friedrichshafen zur Krankenhausreform

Friedrichshafen (kf) Die von der Bundesregierung groß herausgestellten positiven Neuerungen durch die Krankenhausreform, die Anfang Juni das Kabinett passierte, sind für den Medizin Campus Bodensee mit seinen drei Häusern in Friedrichshafen, Weingarten und Tettnang, nur vage bezifferbar. Dafür liegen die Nachteile klar auf der Hand.

"Das ist eine Mogelpackung", ereifert sich Geschäftsführer Johannes Weindel über die nun verabschiedeten Möglichkeiten, die alle Krankenhäuser, aber vor allem die kleinere treffen werden. Kleineren Kliniken wird der Geldhahn zugedreht, weil sie den Qualitäts- oder Mindestmengenanforderungen nicht genügen. Viele der heute 2000 Krankenhäuser in Deutschland werden über kurz oder lang schließen müssen.

Das jüngst vorgestellte Medizinische Konzept des Medizin Campus Bodensee, das unter anderem eine weitere Stärkung der Klinik Tettnang, des Krankenhauses 14 Nothelfer und des Klinikums Friedrichshafen durch Organ- und Kompetenzzentren vorsieht, wird durch die Krankenhaus-Reform zwar bestätigt. Ob es sich aber auch so auszahlt, dass die drei Krankenhäuser wirtschaftlich zu betrieben sind, hängt von den Kostenträgern ab.

Laut Gröhe-Reform soll es für die Krankenversorgung bald für außerordentlich gute Leistungen Zuschläge, bei schlechten Leistungen Abschläge geben.

Die Spitzenmedizin soll gestärkt werden und mehr Pflegepersonal eingestellt werden. Dafür will die Bundesregierung 600 Millionen Euro, verteilt über mehrere Jahre, in die Krankenhäuser pumpen. "Für ein mittelgroßes Krankenhaus wie das Klinikum Friedrichshafen bedeute dies, dass wir aus diesem Topf Geld bekommen, das für etwa zwei zusätzliche examinierte Pflegekräfte reicht", so Weindel und das sei weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Kontaktdaten

Klinikum Friedrichshafen GmbH
Röntgenstraße 2
88048 Friedrichshafen

Telefon: 07541 96-0
Fax: 07541 96-1185
info @klinikum-fn .de