Dienstag, 29. April 2014

Chefarzt Prof. Dr. I. Kaare Tesdal: In allen medizinischen Disziplinen zuhause

Friedrichshafen (kf) Prof. Dr. I. Kaare Tesdal ist Chefarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Friedrichshafen. Als interventioneller Radiologe unterstützt er mit Hilfe modernster Untersuchungsgeräte alle Fachkliniken im Haus. Seit 2008 ist er außerdem Ärztlicher Direktor des Klinikums.
Prof. Dr. I. Kaare Tesdal ist Chefarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin und Ärztlicher Direktor am Klinikum Friedrichshafen.

Was macht eigentlich ein interventioneller Radiologe? Wörtlich übersetzt kann man ihn als "eingreifenden" Radiologen bezeichnen. Das heißt: Er führt unter Kontrolle von bildgebenden Verfahren therapeutische Eingriffe durch. "Wir behandeln Gefäßerkrankungen und Veränderungen in Organen wie Leberkrebs und verstopfte Galle oder erweitern verengte Schlagadern", nennt Prof. Dr. Tesdal ein paar Beispiele. In der Regel sind die Patienten nur örtlich betäubt, wenn über die Leiste oder über den Arm ein minimal-invasiver Eintritt mit einem Durchmesser von maximal zwei Millimetern zum Gefäßsystem geschaffen wird. "Über diesen Zugang lassen sich die Gefäße, die sich im Körper wie ein Baum verästeln, mit feinstem Gerät sowohl öffnen als auch schließen."

Oft ein Wettlauf mit der Zeit

Mit Hilfe von Kontrastmitteln wird die Situation auf dem Bildschirm darstellbar. Bildgebende Verfahren sind zum Beispiel: Durchleuchtung, Angiographie, Ultraschall, Computer- und Kernspintomographie. Dass es sich bei Prof. Dr. Tesdals Arbeit nicht selten um einen Wettlauf mit der Zeit handelt, zeigt das Beispiel einer Patientin, die mit einer schweren Blutung im Bauchraum ins Klinikum Friedrichshafen kam. "Die Computertomographie gab Gewissheit" erinnert er sich. "Über die Leiste konnten wir die Blutung mit Hilfe eines Mikro-Katheters stoppen." Ohne diesen Eingriff hätte die Patientin vielleicht nicht überlebt. Heute geht es ihr wieder gut. "Deshalb ist es so wichtig, dass diese Methode in Krankenhäusern mit Zentralversorgung angeboten wird", betont der Chefarzt. Viel Wert legt er darauf, dass der Eingriff zu hundert Prozent kontrolliert ist – um immer an der richtigen Stelle zu sein.

Zusammenarbeit im Team

Zu Prof. Dr. Tesdals Gebiet gehört auch die Nuklearmedizin als spezielles bildgebendes Verfahren. "Dabei werden dem Patienten Radioisotope in die Vene gespritzt." Zum Einsatz kommt die Methode zum Beispiel um zu erfahren, wie weit fortgeschritten ein Mamma- oder ein Prostatakarzinom ist. Wichtig ist ihm die Zusammenarbeit im Team mit Internisten, Neurologen und operativ tätigen Kollegen. "Gemeinsam entscheiden wir, ob dem Patienten durch interventionelle Radiologie oder mit einer konventionellen Operation geholfen wird", erläutert er. Da modernste Digitaltechnik längst zum Alltag im Klinikum Friedrichshafen gehört, können alle behandelnden Ärzte im Haus auf ihren Rechnern umgehend und gleichzeitig auf die Bilder zugreifen.

Bindeglied zwischen Ärzten und Geschäftsleitung

Als Ärztlicher Direktor ist Prof. Dr. Tesdal Bindeglied zwischen den Ärzten des Klinikums Friedrichshafen und der Geschäftsleitung. "Mein Vorteil als Radiologe ist, dass ich in allen Disziplinen, insbesondere diagnostischen, zuhause bin.“ Häufig wird er auf medizinische Fachkongresse eingeladen. "Hier geht es auch darum, von Komplikationen zu berichten, sodass die Kollegen daraus lernen können", berichtet er. Habilitiert ist Prof. Dr. Tesdal an der Universität Mannheim. "Auch die Lehre ist mir wichtig, da nur so die Erfahrungen weiter gegeben werden können."

 

Weitere Infos: Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Friedrichshafen.

 

 

Kontaktdaten

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88048 Friedrichshafen

Telefon: 07541 96-0
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