Montag, 31. März 2014

Das Kniegelenk im Fokus

Friedrichshafen (kf) Rund 100 Interessierte kamen am Samstag zum Patiententag des Klinikums Friedrichshafen. Im Mittelpunkt stand das Kniegelenk. Chefarzt Professor Dr. Eugen Winter und Oberarzt Dr. Norbert Heuer von der Chirurgischen Klinik II gingen in ihren Vorträgen auf gelenkerhaltende Maßnahmen ein. Außerdem informierten sie über Operationen und künstliche Kniegelenke als Möglichkeit, wenn es nicht mehr anders geht.
Professor Dr. Eugen Winter sprach über das Kniegelenk. Rund 100 Interessierte sind zum Patiententag ins Klinikum Friedrichshafen gekommen.
Professor Dr. Eugen Winter demonstrierte beim Patiententag, wie ein künstliches Kniegelenk implantiert wird.

Patiententag am Klinikum Friedrichshafen sehr gut besucht

Schmerzhafte Arthrose, Gelenkentzündungen, eine Sportverletzung oder ein Unfall – Beschwerden im Knie können ganz unterschiedliche Ursachen haben. "Ein gesunder Gelenkknorpel sieht wie die Oberfläche einer Billardkugel aus", informierte Prof. Dr. Eugen Winter, Chefarzt der Chirurgischen Klinik II (Unfallchirurgie und Endoprothetik) beim Patiententag des Klinikums Friedrichshafen. Ein ganz anderes Bild zeigten die Fotos von der Entwicklung vom gesunden Knorpel bis hin zur schweren Arthrose beim Vortrag von Oberarzt Dr. Norbert Heuer.

Ein normales Lauftraining schadet nicht

"Leider wächst der Gelenkknorpel nicht nach", informierte Dr. Heuer die rund 100 Zuhörer im Auditorium des Klinikums. Medikamente und Physiotherapie, Orthesen und Gehhilfen würden leider nicht dafür sorgen, dass die Arthrose langsamer verlaufe. "Sie können nur Beschwerden lindern." Er stellte operative Methoden wie die arthroskopische Spülung und die arthroskopische Knorpelglättung vor. Zur Sprache kam auch die Bildung von Ersatzgewebe und Regeneratknorpel durch Operation. Häufig tauche die Frage auf, ob man mit einer Arthrose noch laufen dürfe. "Ein normales Lauftraining schadet dem Kniegelenk nicht", so Dr. Heuer. Ausdauersport könne sogar vor Kniegelenksarthrose schützen. Andererseits seien Extremsportler eindeutig früher von Gelenkverschleiß betroffen.

Künstliches Kniegelenk ist letzte Möglichkeit

Professor Dr. Winter berichtete davon, dass mindestens 95 Prozent der Operationen zur Implantation künstlicher Hüftgelenke positiv verlaufen. "Das Knie ist dagegen sehr viel komplizierter. Bei bis zu einem Drittel der Patienten lässt sich der gewünschte Erfolg mit einem künstlichen Kniegelenk nicht erzielen." Aus diesem Grund wird nur operiert, wenn gelenkerhaltende Maßnahmen nicht mehr greifen.

160 Knieprothesen im Jahr im Häfler Klinikum

Groß war das Interesse an Prof. Dr. Winters Demonstration, wie ein künstliches Kniegelenk implantiert wird. Am Klinikum Friedrichshafen wird diese Operation etwa 160 Mal im Jahr gemacht. Prof. Dr. Winter zeigte, wie zunächst kaputte Knorpel- und Knochenstrukturen entfernt werden und anschließend die Oberflächen verkleidet werden. In der Regel besteht die Prothese aus einer Chrom-Kobalt-Legierung.

 

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