Mittwoch, 21. November 2012

Ein Segen für Bluthochdruckpatienten

Neuartige Methode zur Senkung von Bluthochdruck am Klinikum Friedrichshafen

Friedrichshafen (kf) – Ein neues Verfahren zur Behandlung von schwer einstellbarem Bluthochdruck wird seit einigen Monaten im Klinikum Friedrichshafen angewandt. Bei der Methode der "Renalen Denervation" werden in einem Eingriff bestimmte Nervenfasern in der Nierengegend verödet. Diese sind nämlich oft mitverantwortlich für einen dauerhaft zu hohen Blutdruck.

Man spürt ihn lange nicht, und doch ist er eine schleichende Gefahr für die Gesundheit: der Bluthochdruck. Ab einem Messwert von 140 mmHg, so die Mediziner, besteht Handlungsbedarf. Sonst kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen: Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Nierenschäden oder Arteriosklerose. Meist können Medikamente helfen, aber eben nicht immer.

Wenn der Blutdruck trotz Tabletten dauerhaft hoch bleibt, ist die so genannte "Renale Denervation" eine Option. Bei dieser Behandlung wird in einem 50-minütigen Eingriff der Bluthochdruck an einer ganz bestimmten Stelle des Körpers bekämpft. Dabei handelt es sich um sympathische Nervenfasern, die an die Niere anknüpfen und zum Gehirn führen. Sie spielen eine Rolle bei der Regulation des Blutdrucks und sind oft mitverantwortlich für dauerhaft hohe Werte.

"Mit Hilfe eines an der Leiste eingeführten Katheters und Hochfrequenzstrom-Energie kann man diese Nervenenden veröden", erklärt Dr. Rudolf Schiele. Er kam vor kurzem als Geschäftsführender Oberarzt in die Medizinische Klinik II des Klinikums Friedrichshafen und arbeitet bereits seit zwei Jahren mit der Methode der "Renalen Denervation". Und das mit Erfolg: "Für die meisten Patienten, bei denen die Medikamente nicht ausreichen, ist das Verfahren ein Segen", sagt er. So führt diese Behandlung zu einer langfristigen Senkung des Blutdrucks. Ein Effekt, der offenbar zumindest über Jahre anhält, wie Dr. Schiele berichtet.  "Ob er dauerhaft ist, zum Beispiel lebenslang, weiß man noch nicht genau, weil die Methode eine sehr junge ist."

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