Mittwoch, 24. Juli 2013

Gutes Zeugnis für Brustzentrum-Standort Friedrichshafen

Friedrichshafen (kf) Gute Noten für das Brustzentrum Bodensee am Klinikum Friedrichshafen. Es gehört in puncto Krebstherapie zu den besten Standorten in Deutschland, wie aus dem aktuellen "Benchmarking-Bericht" des Westdeutschen Brust-Centrums (WBC) hervorgeht. An dieser Auswertung für das Jahr 2012 haben bundesweit 196 Kliniken teilgenommen.

Geprüft wurde nach mehreren Kriterien. Wie steht es um die Diagnosesicherung? Wie hoch ist der Anteil der brusterhaltenden Therapien? Und nicht zuletzt auch: Wie zufrieden sind die Patientinnen mit der Behandlung? Die Ergebnisse für den Standort Friedrichshafen des Brustzentrums Bodensee können sich durchweg sehen lassen. Bei nahezu allen der elf Indikatoren gehört das Klinikum Friedrichshafen zu den besten Häusern Deutschlands. Vor allem die hohe Früherkennungsquote fällt auf. Ein Qualitätsmerkmal, denn je eher der Tumor entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen und auch die Möglichkeit einer brusterhaltenden Therapie. Hierbei sind die Zahlen aus Friedrichshafen top: Bei den kleinen Karzinomen im sogenannten Stadium "T1" konnte die Brust in 98 Prozent der Fälle erhalten werden. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt der Durchschnitt hier nur bei 86 Prozent.

Die guten Ergebnisse, die der WBC-Bericht unterstreicht, führt Chefarzt Dr. Hans-Walter Vollert nicht zuletzt auf ein "eingespieltes Team aus allen Disziplinen" zurück: vom Frauenarzt über den Radiologen und den Operateur bis hin zur Stationspflege. Die Wege sind kurz, der fachliche Austausch intensiv. So werden etwa in wöchentlichen "Tumorkonferenzen" die weiteren Behandlungsschritte besprochen. Aber auch zu den Betroffenen selbst stimmt der Draht, wie die Befragungen belegen. So fühlten sich die Patientinnen im Klinikum Friedrichshafen nicht nur fachlich sondern auch menschlich gut aufgehoben. Erfolgte eine ausführliche und verständliche Aufklärung vor Eingriffen? Wurde die Diagnose einfühlsam erläutert? Ja, antworteten hier 100 Prozent der Befragten. Für Dr. Vollert ist dies ein Beleg für den ganzheitlichen Ansatz des Brustzentrums: "Wir gehen hier sehr auf die Patientinnen ein", betont der Häfler Mediziner.

Insgesamt 125 Patientinnen mit Brustkrebsdiagnose hat sein Team im vergangenen Jahr behandelt. Und zwar nach den offiziellen medizinischen Leitlinien eines durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) zertifizierten Brustzentrums. Ein solches besteht am Bodensee in einer Kooperation der Kliniken Friedrichshafen und Konstanz an zwei Standorten seit 2006.   

Wünschen würde sich Dr. Vollert, dass mehr Brustkrebspatientinnen durch eine Teilnahme an Studien die medizinische Forschung unterstützen. Deutschlandweit haben dies im Jahre 2012 laut WBC-Bericht lediglich fünf Prozent getan. "Wir brauchen hier eine höhere Bereitschaft", so Vollert. So sei die Versorgung wissenschaftlicher Studien mit aktuellen Daten äußerst wichtig für den weiteren Kampf gegen den Brustkrebs.

Zum Brustzentrum im Klinikum Friedrichshafen.

 

 

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