Mittwoch, 24. Juli 2013

Hochmoderne Röntgentechnik im Klinikum Friedrichshafen

Friedrichshafen (kf) – "Digitales Röntgen kommt" – So titelte im Juli 2003 die Häfler Lokalpresse über den Beschluss des Krankenhausausschusses, das damalige Städtische Krankenhaus medizintechnisch kräftig aufzurüsten. Heute, zehn Jahre später, gehört die moderne Digitaltechnik zum Alltag im Klinikum Friedrichshafen.""Wir sind komplett digitalisiert", sagt Prof. Dr. I. Kaare Tesdal, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum.

Das digitale Zeitalter ist da

Nicht nur in der Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik hat sich seit jenem heißen Sommer des Jahres 2003 so einiges getan. Auch in puncto Medizintechnik schreitet die Digitalisierung immer weiter voran, wie man am Klinikum Friedrichshafen deutlich sieht. Seit Herbst des vergangenen Jahres sind dort beispielsweise alle Röntgengeräte auf dem neuesten Stand – und liefern qualitativ hochwertige Bilder bei geringerer Strahlenbelastung für den Patienten. Im Gegensatz zu früher gibt es anno 2013 also keine Filmrolle mehr, die erst entwickelt werden muss. Heute sind die Aufnahmen von Gelenken, Hüfte oder Lunge sofort auf dem Bildschirm zu sehen und im Klinikum-System gespeichert. Das heißt: Alle behandelnden Ärzte im Haus können auf ihren Rechnern umgehend und gleichzeitig darauf zugreifen. Oder im Notfall auch via Smartphone – und das ohne Qualitätsverlust.

"Die digitale Welt kennt keine Grenzen", freut sich Prof. Dr. Tesdal über die neu gewonnenen Vorteile. Das gilt auch für die Kommunikation mit Medizinern außer Haus oder anderen Kliniken. Mussten die eingetüteten Bilder früher umständlich und zeitraubend mit dem Kurier zum Adressaten gefahren werden, geschieht das heute in Echtzeit per Mausklick. "Es sei denn, das andere Krankenhaus ist nicht digitalisiert", so Tesdal.

Für die medizinische Behandlung ist das digitale Röntgen ein Segen. Wie lange muss die Schraube für den gebrochenen Knochen sein? Wo früher zum Lineal gegriffen und kompliziert umgerechnet werden musste, liegt heute eine exakte Rekonstruktion, eine millimetergenaue Vermessung des aufgenommenen Körperbereichs vor. Eine Detailgenauigkeit, von der der Patient profitiert. Zudem hat die Strahlenbelastung abgenommen. Auch, weil die Aufnahmen nahezu immer erfolgreich sind. Mit der alten konventionellen Röntgentechnik musste noch rund jede achte Aufnahme wiederholt werden. "Wir können heute teilweise auch, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, mit der normalen Strahlendosis heruntergehen", erklärt Tesdal den neuen Handlungsspielraum.

Auch bei der Archivierung ist vieles einfacher geworden. Zehn Jahre bei Erwachsenen, 30 Jahre bei Kindern müssen Röntgenbilder laut Gesetz aufbewahrt werden. Ein digitales Archiv spart nicht nur Platz, sondern ist auch sicherer. Gerade in den 1980er und 1990er Jahren hätten Krankenhäuser immer wieder über Verluste geklagt, wenn Bilder etwa in die falsche Schublade gelegt worden seien. Solche Probleme gibt es nicht mehr. Gleichwohl sorgt ein Sicherheitssystem dafür, dass auch die digitalen Daten nicht verloren gehen oder in die falschen Hände geraten. "Rechtssicherheit und Datenschutz sind absolut gewährleistet", betont Prof. Dr. Tesdal.

Zum Institut für Radiologie und Nuklearmedizin.

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