Dienstag, 30. Oktober 2012

Klinikum Friedrichshafen modernisiert Operationssäle

FRIEDRICHSHAFEN (kf) –1,1 Millionen Euro hat das Klinikum Friedrichshafen in die Modernisierung seiner Operationssäle investiert. Operationstische, Beleuchtung und Schranksystem bilden die Kernstücke des Operationsalltags und sind nun komplett ausgetauscht.
Optimale Operationsbedingungen in der Chirurgie im Klinikum Friedrichshafen


"Patientensicherheit steht bei uns an erster Stelle"

betont Winfried Dotterweich, Facharzt für Anästhesie und OP-Manager des Klinikums. Deshalb muss im Operationsbereich alles an seinem Platz und im Ernstfall sofort einsatzbereit sein. Die sterilen Instrumente für alle möglichen Operationen lagern nun abgezählt und penibel sortiert in neuen Containern, die das Aufbewahrungssystem noch effizienter und übersichtlicher machen.

Flexible und belastbare OP-Tische

Doch auch in den sechs Operationssälen im zweiten Stock des Klinikums hat sich einiges verändert. So wurden die OP-Tische komplett durch  die der neuesten Generation ersetzt und sind nun völlig beweglich. "Im Grunde kann man alles damit machen", sagt Dotterweich. Ob Höhe oder Neigungsgrad, ob für eine sitzende oder liegende Position- alles ist einstellbar. "Rein theoretisch könnte man den Patienten auf den Kopf stellen." In der Praxis genügen aber schon 45 Grad Tischneigung, um beispielsweise für eine Darm-Operation eine optimale Position zu gewährleisten. Das gilt übrigens auch für stark übergewichtige Patienten, denn: "Jeder Tisch ist mit 360 Kilogramm belastbar." Und aus Karbon. Das heißt: Während Operationen kann man den Patienten komplett röntgen, ohne dass Metallteile bei der Durchleuchtung stören.

OP-Lampen auf weltweit höchstem Niveau

Auch die Beleuchtung über den Tischen wurde ausgetauscht. Die alten Halogenlampen wichen modernen LED-Leuchten. Diese haben nicht nur eine 100-mal höhere Lebensdauer als die ausgemusterten Geräte, sondern leuchten mit je 160.000 Lux pro Lampe auch wesentlich heller. Das ist von großem Vorteil für den operierenden Arzt: die Lampen fokussieren automatisch per Infrarot nach und werfen keine Schatten auf das Wundfeld. "Die neuen OP-Lampen entsprechen den Anforderungen auf weltweit höchstem Niveau", sagt Winfried Dotterweich.

Nonplusultra für den Operateur

Einer der Säle im Klinikum ist sogar mit einer sogenannten I-LED Technik ausgestattet. "I" steht für intelligentes Licht, das auch seinen Wärmegrad regulieren lässt, damit in allen Situationen für eine perfekte Ausleuchtung sorgt und den Operateur nicht so schnell ermüden lässt. "Das ist das Nonplusultra", schwärmt Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann, Chefarzt der Chirurgischen Klinik I am Klinikum, und ergänzt: "Seit kurzem haben wir zudem das modernste Gerät zum Neuromonitoring für  Schilddrüsen-Operation und Operationen der Halsschlagader im Einsatz."

Weitere Aufrütstung geplant

Neben Schränken, Leuchten und Tischen steht jetzt noch die Aufrüstung des OP-Bereichs mit einem hochmodernen 3D-Röntgengerät an, das demnächst insbesondere bei komplexen Knochenbrüchen oder Wirbelsäulen-Operationen von Vorteil sein wird.

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