Mittwoch, 2. April 2014

Klinikum Friedrichshafen spendet 3.850 Euro für den „Hoffnungsläufer“

Friedrichshafen (kf) Bei der Aktion „Alles muss raus“ hat das Klinikum Friedrichshafen im Februar ausrangierter Möbel versteigert und rund 4700 Euro eingenommen. Wie angekündigt, kommt die Hälfte der Erlöse nun einem guten Zweck zugute: dem Laufprojekt „Giganica“, das die ambulante Kinderhospizarbeit in Deutschland unterstützt.
Ein Scheck für die gute Sache: Pressesprecherin Susann Ganzert (links) und Geschäftsführer Johannes Weindel (rechts) vom Klinikum Friedrichshafen unterstützen das „Giganica“-Projekt von Harry Ohlig mit einem Betrag von 3.850 Euro. Bild: Klinikum

Dafür läuft und läuft und läuft Harry Ohlig und das schon seit dem 10. Februar – dem Tag der Kinderhospizarbeit, der er seine Dauerläufe widmet. In 365 Tagen will er insgesamt 7700 Kilometer joggen. 1100 davon hat der selbsternannte „Hoffnungsläufer“ bereits hinter sich gebracht und dabei den Bodensee viermal umrundet: Harry Ohlig.

Es war die Begegnung mit einem schwer kranken Kind, die ihn nicht mehr loslassen und ihn auf die Hospizarbeit aufmerksam machen sollte. Für seine Herzensangelegenheit stellte Ohlig dann sein bisheriges Leben auf den Kopf, schmiss seinen Job, trainierte und nahm dabei zahlreiche Kilos ab: „Ich habe alles aufgegeben“, sagt der frühere Eventmanager und Diskothekenbetreiber. Mit seinem Laufprojekt „Giganica“ will er jetzt ein Jahr lang Spendengelder für Projekte zur Begleitung unheilbar kranker junger Menschen sammeln. Um den finanziellen Aspekt alleine geht es ihm dabei nicht: „Mir ist vor allem wichtig, dass über das Thema mehr gesprochen wird“, so Ohlig.

Zustimmung erntet er dabei vom Geschäftsführer des Klinikums Friedrichshafen. „Es ist ein Geschenk und eine Gnade, gesund zu sein“, so Johannes Weindel. „Und viele Menschen haben es bitter nötig, in einer schwierigen Situation unterstützt zu werden.“ Deshalb fördere das Klinikum Ohligs Projekt mit 3 850 Euro – ein Teil kommt aus der Versteigerung, ein Teil aus den Mieteinnahmen des Klinikums-Weihnachtsmarktes und dann hat das Klinikum den Betrag aufgerundet, denn „Das Geld ist gut angelegt“, so Weindel.

Seit dem Start des „Hoffnungslaufes“ vor fast zwei Monaten absolviert Harry Ohlig einen Halbmarathon pro Tag, also gut 21 Kilometer. „Das ist kein Spaziergang, aber bis jetzt geht‘s einwandfrei“, sagt der topfitte Läufer. Der milde Winter sei ihm natürlich entgegen gekommen. Nichtsdestotrotz spürt er am trainierten Körper, was er da jeden Tag leistet: „Ich habe eigentlich permanent Muskelkater.“ Ein Grund zum Aufhören ist das für ihn aber nicht. Harry Ohlig strotzt nur so vor Motivation. Mit seinem Projekt will er noch viel erreichen. So sind zahlreiche Aktionen am Rande seiner Laufstrecke geplant. „Ich ziehe das durch“, sagt der 52-Jährige in der Hoffnung auf weitere Sponsoren, die ihm helfen, sein Fulltime-Projekt finanziell zu schultern. Denn von den Spendengeldern erhält er selbst keinen Cent. Und eines steht fest: „Solange ich gesund bleibe, laufe ich einfach weiter.“

 

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