Montag, 29. September 2014

Onkologie und Pflege: Erster Schülerkongress am Klinikum

Friedrichshafen (kf) Der erste Schülerkongress unter dem Titel "Onkologie und Pflege" stieß im Rahmen der Krebswoche am Klinikum Friedrichshafen auf großes Interesse. Organisiert von den Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege sind rund 200 Schülerinnen und Schüler der Einladung ins Klinikum gefolgt. Sich austauschen, informieren und Tätigkeiten rund um die Pflege selbst ausprobieren stand im Mittelpunkt des Tages.
Erster Schülerkongress zum Thema „Onkologie und Pflege“ am Klinikum Friedrichshafen: Rund 200 Schülerinnen und Schüler sind der Einladung gefolgt.
Wie funktioniert eine subkutane Injektion? Beim Schülerkongress konnten die jungen Besucher pflegerische Tätigkeiten selbst ausprobieren.

Den Blutzucker zu messen ist nicht schwierig: Ein kleiner Pieks und ein Tropfen Blut genügen. Schüler konnten im Klinikum ihre eigenen Erfahrungen machen.
Auf der Pflegegruppe 11 erfuhren die Schüler, wie sich bewegungseingeschränkte Patienten am besten positionieren lassen.
Onkologie im Fokus: Lorena Bammert, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, informierte die Schüler am Info-Stand.
Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege im Mutter-Kind-Zentrums des Klinikums stieß auf großes Interesse.

Krebs kann jeden treffen

Jährlich erkranken in Deutschland rund 500 000 Menschen neu an Krebs. "Krebs betrifft jeden, kann jeden treffen und geht jeden von uns etwas an", sagte Pflegedirektor OIiver Schömann.  Ziel sei, das Thema auch im Rahmen der Ausbildung mehr in den Blick zu nehmen. "Diese Patienten brauchen eine ganz andere Art der Betreuung", weiß Praxislehrer Christoph Ley. Rund 200 Schüler der Gesundheitsakademie in Weingarten, des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Friedrichshafen und des Gesundheits-wissenschaftlichen Gymnasiums in Überlingen sind ins Klinikum gekommen, um mehr über Krebs zu erfahren.

Veränderungen schneller erkennen

Anschaulich und engagiert hatten die Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege informative Präsentationen vorbereitet: Was ist eigentlich Onkologie? Warum sind Prävention und Vorsorge so wichtig? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Wie gehe ich mit den psychischen Belastungen um? "Unser Ziel ist, aufmerksamer zu machen – zum einen darum, wie man mit dem eigenen Körper umgeht, aber auch um Veränderungen schneller zu erkennen", sagte Katharina Heim, die zusammen mit Tamara Scheinert das Thema Prävention präsentierte. Möglichst nicht rauchen, keine extremen Sonnenbäder und die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, legte sie den Schülern ans Herz.

Psychische Belastungen sind nicht zu unterschätzen

Über die psychischen Belastungen sprachen Alina Reichle und Sinem Kalp. "Sie betreffen nicht nur den Patienten selbst, sondern auch die Angehörigen und uns als Helfende", so Alina Reichle. Einerseits seien Empathie und ein offenes Ohr für den Patient gefragt. "Aber wir müssen uns auch schützen und lernen, die Gefühle von denen des Patienten abzugrenzen." Fatal wäre es, vor lauter Mitgefühl unbegründete Hoffnungen zu wecken. Ein weiterer Beitrag befasste sich mit Kindern, die an Leukämie erkrankt sind. Hier – aber auch auf der Erwachsenenstation – spielen die Klinik-Clowns eine wichtige Rolle.

Pflege ist mehr, als nur Essen auszuteilen

An sechs Stationen erfuhren die Schüler, dass Pflege mehr ist, als nur das Essen auszuteilen. "Gerade habe ich das erste Mal eine Spritze gesetzt, und ich bin froh, dass es nicht am Patienten war", erzählt Linda Meer, BA-Studentin der Fachrichtung Pflege im ersten Semester. An der Station "Vitalzeichen-Kontrolle und subkutane Injektion" konnte sie einer Auszubildenden des Klinikums eine harmlose, mit einer Kochsalzlösung gefüllte Spritze in die Bauchfalte injizieren. Eine Station weiter maßen sich Schüler gegenseitig den Wert ihres Blutzuckerspiegels und erfuhren, was bei einer intravenösen Infusion zu beachten ist. "Die Idee des Schülerkongresses ist sehr gut, insbesondere, dass die Azubis die Vorträge halten und ihr Wissen vermitteln", waren sich Laura Leiber und Simone Kulke einig, die ebenfalls gerade ihr Studium aufgenommen haben.

Infos rund um Ausbildung und Studium

Während einer Führung durch das Klinikum konnten sich die Schüler ein Bild vom Krankenhausalltag machen, sie lernten die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege im Mutter-Kind-Zentrum kennen und erfuhren, wie sich in der Bewegung eingeschränkte Patienten am besten lagern lassen. Informationen zur Ausbildung und zum Studium in der Pflege ergänzten den Schülerkongress am Klinikum Friedrichshafen.

 

 

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