Donnerstag, 16. Oktober 2014

Raum für Kreativität: Ein Bauwagen für junge Patienten im Klinikum Friedrichshafen

Friedrichshafen (kf) Von außen ein bunter Blickfang, innen ein Raum zur kreativen Entfaltung für die jungen Patienten der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik am Klinikum Friedrichshafen: der neue Bauwagen vor dem Mutter-Kind-Zentrum. Ermöglicht wurde dieses besondere Therapieangebot vom Verein der Freunde und Förderer des Klinikums sowie der Stiftung der Volksbank Friedrichshafen.
Freuen sich über den neuen Bauwagen für das Mutter-Kind-Zentrum des Klinikums Friedrichshafen (von links): Johannes Weindel (Klinikum-Geschäftsführer), Harald Riehle (Vorstand Volksbank Friedrichshafen), Christin Taubert (Ergotherapeutin im Mutter-Kind-Zentrum), Ilona Huber (Erzieherin im Mutter-Kind-Zentrum), Dr. Wilhelm Beiter (stellvertretender Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Friedrichshafen), Dr. Hans-Joachim Simmendinger (Vorsitzender des Fördervereins), Dirk Bogen (Vorstand Volksbank Friedrichshafen), Dr. Udo Radlow (Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum) und Günther Krehl (Schriftführer des Fördervereins).

Ein Bauwagen für seine jungen Patienten? Braucht das Klinikum sowas überhaupt? Ja, diese Idee sei sogar ausgesprochen gut und sinnvoll, findet Klinikum-Geschäftsführer Johannes Weindel. Schon mit dem Therapiehund "Momo" habe man vor ein paar Jahren im Mutter-Kind-Zentrum neue innovative Wege beschritten, die sich bewährt hätten. "Und ebenso ungewöhnlich und einzigartig in der Region", so Weindel, sei nun dieser Bauwagen.

Abwechslung zum Stationsalltag

Noch ist es in dem geräumigen blauen Anhänger mit seinen roten und gelben Fensterläden zwar ruhig. Doch schon bald wird er mit viel Leben erfüllt sein, wenn darin fleißig gehämmert, gesägt, gebohrt und gebastelt wird. Als Ergänzung zu den Angeboten im Haus selbst sollen die jungen Patienten hier einen Platz haben, an dem sie kreativ sein und sich handwerklich betätigen können – und so auch einmal aus dem Stationsalltag herauskommen, erklärt Erzieherin Ilona Huber von der Sektion Pädiatrische Psychosomatik.

Therapieerfolg: "Wow, ich kann was"

In dieser Abteilung werden Kinder und Jugendliche zwischen drei und 16 Jahren mit den unterschiedlichsten Problemen und Krankheiten stationär behandelt. Sie sind Schulverweigerer, haben Depressionen, leiden unter Anorexie oder Übergewicht, ADHS oder Zwangs- und Belastungsstörungen. Und die meisten von ihnen kommen mit einem angeknacksten Selbstwertgefühl ins Klinikum Friedrichshafen. Dort sollen sie erfahren: "Wow, ich kann was." Und genau diesen therapeutischen Effekt erhofft man sich vom Bauwagen-Projekt.

Sponsoren machen's möglich

"Die Kinder können es kaum erwarten", freut sich Ilona Huber auf das neue Angebot und ist "dankbar, dass ich mit der Idee gleich auf offene Ohren gestoßen bin". Doch das von ihr entwickelte  Konzept überzeugte nicht nur die Klinikum-Leitung, sondern auch die Sponsoren des Projekts. Und diese machten das Ganze erst möglich. "Zu unserer großen Freude hat die Stiftung der Volksbank Friedrichshafen zugesagt, die Hälfte der Kosten zu finanzieren", so Dr. Hans-Joachim Simmendinger, Vorsitzender des Vereines der Freunde und Förderer des Klinikums, der die andere Hälfte der rund 15.000 Euro für Bauwagen und Innenausstattung beisteuerte.

"Ein Thema, das alle berührt"

Für Volksbank-Vorstand Dirk Bogen tragen solche besonderen Angebote zum guten Klima im Mutter-Kind-Zentrum bei, weshalb man auch spontan gesagt habe: "Das gefällt uns gut!" Und auch sein Vorstandskollege Harald Riehle freut sich, "dass wir hier unseren Beitrag leisten konnten", zumal es sich bei der Arbeit mit hilfebedürftigen jungen Menschen um ein Thema handele, "das uns alle berührt". Nun wünsche er sich, dass der Bauwagen den kleinen Patienten viel Freude mache. Dr. Udo Radlow, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum Friedrichshafen, ist sich da jetzt schon sicher: "Diese Spende wird ihren Zweck erfüllen."

 

 

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