Donnerstag, 12. September 2013

Seifenblasen können Wunder wirken

Friedrichshafen (kf) "Wir würden ja öfter kommen, aber die Kinder halten uns nur einmal pro Woche aus …" mit todernstem Gesicht, in dem eine leuchtend rote Nase als erstes auffällt, beantwortet Prof. Dr. Hieroniemuß Pinkel die Frage von Angelika Hering. Zuvor hatte die Häfler Apothekerin an die Doctor-Clowns einen Scheck über 700 Euro überreicht und danach ausreichend Zeit, um sich noch ein bisschen mehr über die Clowns im Krankenhaus zu informieren.
In der Häfler Apothekerin Angelika Hering (Mitte) haben Prof. Dr. Hieroniemuß Pinkel (rechts) und sein Kollege Dr. Guschtav Gallus eine an der Arbeit der Doctor-Clowns interessierte Zuhörerin, die auch eine großzügige Spende mitbrachte.

In den 1980er Jahren schwappte die Idee der Clowns im Krankenhaus über den großen Teich aus Amerika nach Europa. Dann dauerte es eine ganze Weile, aber seit dem Jahr 2000 sind Klinikclowns auch in der Klinik für Kinder und Jugendliche des Klinikums Friedrichshafen unterwegs. Von Anfang an dabei: Prof. Dr. Hieroniemuß Pinkel, alias Reinhard Böhm, der auch die organisatorischen Fäden im Verein 'Hieroniemuß' Doctor-Clowns e.V.' in der Hand hält. Mit ihm sind sieben Clowns in den Krankenhäusern in Ulm, Kempten, Memmingen und Friedrichshafen gern gesehene Besucher in den Kinderkliniken.

"Manchmal", erzählt Guschtav Gallus, "bleiben wir einfach an der Tür stehen, damit die Kinder sich an uns gewöhnen", und ganz oft kommen dann die guten alten Seifenblasen ins Spiel, denn "die können Wunder wirken". Angelika Hering, Inhaberin der Waldhornapotheke und der Apotheke in Fischbach, hört den beiden ehrenamtlichen Clowns gut zu und staunt, als sie erfährt, wie wichtig Spenden für den Clowns-Verein sind. Verwaltungs- und Vereinsarbeit werden komplett ehrenamtlich geleistet, für die Clowns-Einsätze erhalten die Männer und Frauen eine Aufwandsentschädigung und einen Fahrkostenzuschuss.

Wenn das, wie bei dieser Spendenübergabe eines "Sozialsponsoring"-Projekts der Hieroniemuß' Doctor-Clowns e.V., bedacht wird, kommt das Geld bei der richtigen Adresse an. Gemeinsam mit der Firma Greive stemmte Angelika Hering das Projekt und viele ihrer Kunden haben ganz unbewusst etwas davon: Für papierne Einkaufstüten wurden Firmen gesucht, die diesen "ihren Stempel" aufdrücken und dafür bezahlen. 18 Firmen haben ein solches Inserat geschaltet, fast alle aus Friedrichshafen und der näheren Umgebung. Ein Teil der Einnahmen fließt, so war es von Anbeginn geplant, in ein soziales Projekt und "mir fielen da gleich die Doctor-Clowns ein", sagt Angelika Hering.

Spendenkonto:
Konto: 328774, Raiffeisenbank Westallgäu,  BLZ: 733 698 23, Kontoinhaber: Hieroniemuß' Doctor-Clowns e.V.

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