Montag, 11. Februar 2013

Sozialministerin Altpeter besucht Klinikum Friedrichshafen

Friedrichshafen (kf) Katrin Altpeter, Baden-Württembergs Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, hat zum ersten Mal das Klinikum Friedrichshafen besucht und war erfreut über das, "was hier aus den Investitionsmitteln des Landes entstanden ist."
Um die Zukunft der kommunalen Krankenhäuser im Land ging es im Gespräch zwischen Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) und dem Geschäftsführer der Klinikum Friedrichshafen GmbH, Johannes Weindel (rechts im Bild).

Bei ihrem Klinikum-Rundgang nahm die SPD-Politikerin insbesondere die neuen Urologischen Funktionsräume und das Mutter-Kind-Zentrum in Augenschein. Sie zeigte sich beeindruckt von den Veränderungen, die mit Hilfe von Landeszuschüssen umgesetzt wurden. Die Investitionen hätten sich gelohnt. So seien nicht nur die medizinische Qualität, sondern auch Abläufe und Organisation verbessert worden, lobte Altpeter: "Dies ist ein Grund, warum das Klinikum Friedrichshafen im Unterschied zu vielen anderen Krankenhäusern schwarze Zahlen schreibt." Und das, obwohl es für die Kliniken immer schwieriger werde, wirtschaftlich zu arbeiten. Rund 60 Prozent der Häuser im Land, so rechnete die Ministerin vor, hätten ein negatives Ergebnis vorzuweisen.
 
Wie Altpeter erläuterte, sind nach der in Deutschland geltenden dualen Krankenhausfinanzierung der Bund für die Betriebskosten und die Länder für die Investitionen zuständig. Die grün-rote Landesregierung in Stuttgart sei mit dem Ziel angetreten, den über eine Milliarde Euro umfassenden Investitionsstau abzubauen. Mit Erfolg, wie die Sozialministerin betonte: So seien zuletzt (2012) 45 Millionen Euro  an zusätzlichen Geldern von Landesseite aus den Krankenhäusern im Südwesten zur Verfügung gestellt worden. Dabei knüpfe die Landesregierung ihre Investitionszuschüsse aber an gewisse Kriterien. Zum Beispiel: Wie steht das Krankenhaus wirtschaftlich da? Welche Träger stehen dahinter?

Bekanntermaßen befinde sich die Krankenhauslandschaft in der Region ja gerade in gewaltigen Umwälzungen. Dabei gebe es unterschiedliche Ansätze. Etwa, wie in Biberach geschehen, die Entscheidung, sich in die Hände eines privaten Anbieters zu begeben. "Umso zukunftsweisender scheint es mir zu sein, dass die kommunalen Krankenhäuser in Südwürttemberg kooperieren, um sich gemeinsam am Markt zu positionieren", meinte die Ministerin. Es gehe darum, eine hohe medizinische Qualität und die Versorgungssicherheit für die Bürger zu gewährleisten. "Wir werden nicht jedes Krankenhaus erhalten können", räumte Altpeter ein und betonte gleichzeitig die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der öffentlichen Kliniken untereinander.

Wie der Geschäftsführer des Klinikums Friedrichshafen, Johannes Weindel, bekräftigte, bemühe sich das Häfler Klinikum um solche Kooperationen, etwa mit dem angeschlagenen Krankenhaus "14 Nothelfer" in Weingarten: "Wir sind interessiert, als strategischer Partner mitzubieten", sagte er. "Und wir werden sehen, ob unser unverbindliches Angebot zu einem verbindlichen führt." Die Zukunft im Sinne der Patientenversorgung sieht er auf jeden Fall in größeren Verbundlösungen. Dafür stünde man bereit. Vom Besuch der Ministerin hatte er sich unter anderem auch eine Unterstützung für die Strategie seines Klinikums erhofft: "Und die haben wir bekommen."

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