Montag, 6. August 2012

Volldigital: Hochmoderne Röntgentechnik im Klinikum Friedrichshafen

FRIEDRICHSHAFEN (kf) – Gestochen scharfe Bilder von Gelenken, Hüfte oder Lunge durch hochmoderne Röntgentechnik im Klinikum Friedrichshafen. Das neu eingeführte Verfahren schont die Patienten, weil die Strahlenbelastung reduziert ist und bietet viele Vorteile für die medizinische Behandlung.
Elke Kiechle, Medizinisch-technische Röntgenassistent im Klinikum Friedrichshafen, bedient die neue Röntgenanlage.


"Kein Zutritt – Röntgen"

Hinter der Tür, an der dieses Hinweisschild im Klinikum Friedrichshafen hängt, verbirgt sich seit Kurzem ein technisch runderneuerter Röntgenarbeitsplatz, den Patienten eigentlich nie sehen. Zu dem neuen Arbeitsplatz gehört auch ein neues, volldigitales Röntgengerät und das sehen die Patienten nicht nur, sie profitieren auch davon. Das alte Röntgengerät wich einem Instrument der neuesten Generation, das im Klinikum nun für den Löwenanteil aller Röntgenaufnahmen im Einsatz ist, erläutert Gerhard Blauert, leitender Medizinisch-technische Röntgenassistent (MTRA).

Das neue Röntgengerät liefert Bilder auf höchstem Niveau. Gerade bei Spezialuntersuchungen, wie Aufnahmen vom ganzen Bein, beispielsweise bei Knieoperationen, macht sich der medizintechnische Fortschritt bezhalt. Allein solche Aufnahmen fallen pro Jahr rund 400 Mal an, rechnet Blauert vor. Und weil zum neuen Gerät auch ein Stehpodest gehört, an dem sich die Patienten bequem festhalten können, bringt es ganz nebenbei auch mehr Komfort und Sicherheit. Das neue Gerät arbeitet computergesteuert und dadurch sehr präzise. So fährt es exakt an die richtige Stelle und positioniert sich automatisch. "Dadurch haben wir mehr Zeit, uns um den Patienten zu kümmern."

Nach wie vor aber obligatorisch ist die Bleiweste zum Schutz der Patienten - Auch wenn die Strahlenbelastung durch die neue digitale Technik noch einmal deutlich reduziert werden konnte, gelte, laut Blauert, bei Röntgenuntersuchungen: "So selten wie möglich."

Riesenvorteil der Digitaltechnik

Ein Blick hinter die Kulissen ermöglicht zu sehen, was der MTRA tut: Im mit mehreren Monitoren ausgestatteten Nebenraum drückt Blauert den Auslöseknopf, den Rest erledigt wiederum die Maschine, so haben sich auch die Arbeitsabläufe vereinfacht und das heißt: "Kein Film mehr, keine Kassette, alles geht elektronisch." Die digitalen Bilder sind im System gespeichert und nach der Freigabe sofort auf allen Computern des Klinikums, mit entsprechender Berechtigung, verfügbar. Die behandelnden Ärzte haben umgehend Zugriff auf die Bilder. "Wir können die Bilder auch auf CD brennen, sie anderen Kliniken und Ärzten außerhalb des Klinikums elektronisch zur Verfügung stellen." Die Zeiten der großen brauen Umschläge mit Röntgenbildern, die transportiert werden mussten, sind vorbei. "Das ist der Riesenvorteil der Digitaltechnik", sagt Blauert. Außerdem erfasst das Gerät alle relevanten Daten, wie etwa die tatsächlich angewandte Strahlung pro Aufnahme. Gleiches gilt auch für Mammographien, auch hier setzt das Klinikum auf hochmoderne und strahlungsarme Technik. Nadelkristalldetektoren minimieren die Strahlung um bis zu 14 Prozent.

Neben der modernen Röntgenausstattung hat das Klinikum Friedrichshafen auch in eine neue MRT-Anlage investiert, die in wenigen Monaten einsatzbereit sein wird. Gerhard Blauert freut sich schon jetzt auf eine "Maschine der neuesten Generation mit vielen Highlights."

Kontaktdaten

Klinikum Friedrichshafen GmbH
Röntgenstraße 2
88048 Friedrichshafen

Telefon: 07541 96-0
Fax: 07541 96-1185
info @klinikum-fn .de