Aktion saubere Hände am Klinikum Friedrichshafen

Friedrichshafen (kf) Mit der "Aktion saubere Hände" hat das Klinikum Friedrichshafen im Rahmen des Internationalen Tages der Patientensicherheit rund um das Thema Händehygiene informiert.

Keime lauern überall. Und besonders auf unseren Händen lassen sich Erreger gerne nieder und verbreiten sich von dort aus weiter. Deshalb ist Hygiene hier das A und O. Erst recht in einem Krankenhaus. "Keine Chance den Krankenhausinfektionen" lautet so das Motto der "Aktion saubere Hände", für die die Hygienefachkraft des Häfler Klinikums, Brigitte Rüstau, auch in diesem Jahr warb. An einem Informations- und Mitmachstand demonstrierte sie im Klinikum-Foyer, auf was es bei der Hygiene der Hände ankommt – und wie man diese richtig säubert.

Kontrolle unter Schwarzlicht

So nutzten viele interessierte Patienten und Besucher die Möglichkeit, sich unter fachkundiger Anleitung in der korrekten Benutzung eines Desinfektionsmittels zu üben. "Mittel auf die trockene Haut auftragen, gut einreiben." Anschließend wurde das Ergebnis mit Hilfe einer Schwarzlichtlampe kontrolliert. Erschien die gesamte Hand in hellem Licht, bedeutete das: "Gut gemacht." Blieben Flächen dunkel, zum Beispiel an kritischen Stellen wie Fingerkuppen, Nagelfalz oder Daumen, waren das so genannte Benetzungslücken. Sprich: Hier könnten Keime überleben. Bei einer Frau war das an der einen Hand der Fall. Während diese staunte, zeigte sich Brigitte Rüstau gar nicht überrascht. Ganz typisch sei das. Als Rechtshänderin vernachlässige man unterbewusst oft die linke Hand.

Tipps zur Händehygiene

Diese und viele weitere Tipps zur Händehygiene sowie als Präsent ein Fläschchen mit Desinfektionsmittel bekamen die Standbesucher von Rüstau mit auf den Weg. Auch der eine oder andere Klinikum-Mitarbeiter aus der Verwaltung ließ sich beim Aktionstag auf den Handhygienetest ein.

Hohe Hygienestandards

Das medizinische Personal am Klinikum wird ohnehin regelmäßig in Sachen Hygiene geschult. So gibt es feste Richtlinien, in welchen Situationen im Sinne der Patientensicherheit und der eigenen Gesundheit desinfiziert werden muss. Auch der Verbrauch der Desinfektionsmittel-Spender auf den einzelnen Stationen wird genau dokumentiert und auf das Personal heruntergerechnet. Hierbei gibt es klare Standards, die das Klinikum auch erfüllt. Sowieso nehme man das Thema sehr ernst. "Es gibt immer einen gewissen Verbesserungsbedarf, aber wir sind schon sehr gut", betont Brigitte Rüstau. So gut, dass man jetzt auch eine offizielle Zertifizierung in Sachen Hygiene anstrebe.

Gezielt Händewaschen

Und was ist zuhause so zu beachten? Hier gelten nach Auskunft der Hygienefachfrau die ganz klassischen Regeln: Nach dem Toilettengang und vor der Zubereitung von Speisen ist gründliches Händewaschen angesagt. Gezielt also, nicht wahllos und ohne Grund. Denn zu häufiges Waschen auch nicht gut. Die Haut trocknet aus, wird rissig und dadurch anfälliger für Erreger.

"Nicht übertreiben"

Desinfizieren sei im privaten Bereich in der Regel nicht nötig. Brigitte Rüstau: "Man muss nicht übertreiben." In manchen Situationen – bei Durchfall in der Familie etwa oder nach dem Besuch einer viel benutzten Autobahnraststätte – sei der Griff zum Desinfektionsmittel aber durchaus sinnvoll. Ansonsten gehe richtiges Händewaschen so: "Mit Seife und lauwarmem Wasser" und danach – wichtig: "Eincremen!"

Richtig desinfiziert? Brigitte Rüstau, Hygienefachkraft des Klinikums Friedrichshafen, schaut genau hin: Unter der Schwarzlichtlampe werden Reinigungslücken an der Besucherhand sichtbar. Bild: Klinikum

Richtig desinfiziert? Brigitte Rüstau, Hygienefachkraft des Klinikums Friedrichshafen, schaut genau hin: Unter der Schwarzlichtlampe werden Reinigungslücken an der Besucherhand sichtbar. Bild: Klinikum

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