Klinikum Friedrichshafen verabschiedet Ärztlichen Direktor und Chefarzt Prof. Dr. Kaare Tesdal in den Ruhestand

Mit einem offiziellen Festabend verabschiedete das Klinikum Friedrichshafen Ende Oktober Prof. Dr. I. Kaare Tesdal in den Ruhestand und begrüßte ihn gleichzeitig als Senior Expert in der Klinik für Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin.

„Mit Ihnen geht eine Persönlichkeit, ein Charakterkopf und ein besonderer Mensch in den Un-Ruhestand“, eröffnete MCB-Geschäftsführer Johannes Weindel seine Abschiedsrede. Darin attestierte er dem scheidenden Chefarzt eine respektable Leistung hinsichtlich der Weiterentwicklung seiner Abteilung, die er 18 Jahre lang leitete. Weindel bezeichnete Tesdal als „wahren norwegischen Wikinger“, „als Kämpfer für die gute Sache“, der aber nie ein Krieger war. Darüber hinaus, so Weindel, sei Prof. Tesdal im September 2007 zum ersten Mal zum Ärztlichen Direktor des Klinikums gewählt worden,  ein national und international gefragter Experte auf seinem Gebiet ist, ein aktiv publizierender und referierender Experte, der auch das Bodenseesymposium für Radiologie aus der Taufe gehoben hat.

 "Potenzial dieses Krankenhauses erkannt"

„Die Lage ist ernst“, erklärte Prof. Dr. Tesdal sein Outfit an diesem Abend: dunkler Anzug, dunkle Schuhe, Krawatte und ein Manuskript – so kennen ihn die wenigsten Mitarbeiter des Klinikums… Er erinnerte sich an seine Anfänge in Deutschland und in Friedrichshafen, wo er schnell das Potenzial dieses Krankenhauses erkannt habe. „Es war keine große Liebe am Anfang“, so Tesdal, aber das „Nichteinmischen in die Medizin“ – also die Therapiefreiheit – war und ist „Kultur in diesem Haus. Und das ist gut so“. Der Klinikverbund Medizin Campus Bodensee, so Tesdal, stellte und stellt eine große Herausforderung an alle Beteiligten dar: Drei unterschiedliche Kulturen müssen unter einen Hut gebracht werden.

"Ich habe eine verdammt gut Zeit hier gehabt“

Tesdal philosophierte auch über die Perspektiven von Chefärzten nach dem Erreichen des Rentenalters und ließ keinen Zweifel daran, dass er bis ins hohe Alter aktiv sein wolle und publizieren werde. Mit Dank wandte er sich an die Mitarbeiter seiner Abteilung, auf die er stolz ist. Und an seinen Nachfolger als Chefarzt, Dr. Rick de Graaf, der „20 Jahre jünger und 20 Zentimeter größer“ sei als er. „Die Patienten werden davon profitieren“. Rückblickend fasste Prof. Tesdal zusammen: Es war oft anstrengend, nie langweilig und ich habe eine verdammt gut Zeit hier gehabt“.

Ein Mann der ruhigen Worte

Oberbürgermeister Andreas Brand versetzte sich in die Lage des Patienten und bescheinigte Prof. Tesdal, ein Mann der ruhigen Worte zu sein und klar in der Analyse. Er bestärkte Tesdal, indem er sagte: „Am Ende sind es immer die Menschen, wegen denen die Patienten in ein Krankenhaus gehen oder nicht gehen“.

"Wir wollen das beste Gefäßzentrum werden"

Prof. Roman Huber, designierter Nachfolger als Ärztlicher Direktor, befand, dass sich sein Vorgänger immer den Spaß an der Sache erhalten habe und der Niederländer Dr. de Graaf bemühte ein sprachliches Bild aus seiner Heimat, als er die Zukunft Tesdals skizzierte: „Er kann nicht hinter den Geranien sitzen mit so viel Erfahrung“. Jeder Experte, so de Graaf, brauche ein Team und deshalb sei er nicht nur froh, im März 2018 mit offenen Armen empfangen worden zu sein, sondern auch froh über die weitere Zusammenarbeit, schließlich „wollen wir das beste Gefäßzentrum werden und den MCB groß machen“.

Das Klinikum Friedrichshafen verabschiedet einen langjährigen Chefarzt und Ärztlichen Direktor (von links): MCB-Geschäftsführer Johannes Weindel, Prof. Dr. Kaare Tesdal, Prof. Dr. Roman Huber, Oberbürgermeister Andreas Brand und Dr. Rick de Graaf. Bild: MCB

Das Klinikum Friedrichshafen verabschiedet einen langjährigen Chefarzt und Ärztlichen Direktor (von links): MCB-Geschäftsführer Johannes Weindel, Prof. Dr. Kaare Tesdal, Prof. Dr. Roman Huber, Oberbürgermeister Andreas Brand und Dr. Rick de Graaf. Bild: MCB

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