Patiententag im Klinikum Friedrichshafen stößt auf großen Zuspruch

Friedrichshafen (MCB) Beim Patiententag des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung Friedrichshafen/Tettnang (EPZ max) am Klinikum Friedrichshafen drehte sich alles um die Knie-Arthrose. Zahlreiche Interessierte informierten sich bei Vorträgen, Präsentationen und Workshops über Schmerzursachen, Behandlungs- und Operationsmöglichkeiten und künstliche Gelenke.

Wenn jeder Schritt schmerzt, liegt es oft an einer Arthrose des Knies. Diese gehört zu den häufigsten Verschleißerscheinungen der Gelenke. Wird sie früh erkannt, können Therapien helfen.

Knie-Arthrose – was tun?

Doch was tun, wenn das Kniegelenk wegen der stark fortgeschrittenen Zerstörung der Knorpelschicht bei jeder Bewegung weh tut und im schlimmsten Falle sogar im Ruhezustand schmerzt? Um die Beweglichkeit des Knies zu erhalten oder wiederherzustellen, ist in einem gewissen Stadium ein künstliches Gelenk nötig. Wann genau braucht man eine solche Knieprothese – und wenn ja: welche?

Experten stehen Rede und Antwort

Die Experten der Klinik für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Endoprothetik Friedrichshafen-Tettnang – Chefarzt Prof. Dr. Eugen Winter, leitender Oberarzt Dr. Norbert Heuer und Oberarzt Dr. Oliver Staneff – sowie Dr. Günther Tauber, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie am MVZ des Klinikums Friedrichshafen informierten bei ihren Vorträgen umfassend über diese Gelenkerkrankung und klärten über Möglichkeiten und Risiken eines Eingriffes auf. Dabei standen die Mediziner den Besuchern Rede und Antwort: „Wie lange braucht man nach der Operation Krücken?“ – „Was kostet eigentlich so eine Prothese?“ – „Verträgt mein Körper die verwendeten Materialien?“

„Wie läuft das alles rund um die Operation ab, und was kann passieren?“

Im vollbesetzten Konferenzraum saßen interessierte Zuhörer wie jene Häfler Seniorin, die sich wegen ihrer „X-Beine“ darüber informieren wollte, „ob man da was machen kann“. Ein anderer Mann wollte vor dem geplanten Eingriff noch einmal aus erster Hand erfahren: „Wie läuft das alles rund um die Operation ab, und was kann passieren?“ Nun – so der 69-Jährige nach den Vorträgen zufrieden – wisse er Bescheid. Außerdem wollte er bei der Gelegenheit noch einmal „kurz mit dem Doc sprechen“. In seinem Fall mit Prof. Dr. Winter, der ihm vom Hausarzt empfohlen worden sei. Für das Klinikum Friedrichshafen als Ort für seine „dringend“ nötig gewordene OP entschied sich auch ein 75-Jähriger aus Immenstaad. Warum? „Ich war hier immer zufrieden.“

700 künstliche Knie- und Hüft-Gelenke im vergangenen Jahr

Was die Zufriedenheit der Patienten mit ihren Knieprothesen angeht, seien immer wieder falsche Zahlen im Umlauf, warnte Prof. Dr. Winter und verwies auf die hohe Erfolgsquote im Häfler Klinikum: 80 Prozent der Operierten seien zufrieden, insgesamt 90 Prozent verspürten eine Besserung durch den Eingriff. Prof. Dr. Winters Rat an Betroffene, für die ein künstliches Kniegelenk in Betracht kommt: „Fragen Sie Ihren Operateur: Würden Sie das bei Ihrer Mutter oder Ihrem Vater auch machen?“ Und: „Wie oft machen Sie diese OP im Jahr?“ So seien die Fallzahlen und die damit verbundene Erfahrung wichtige Qualitätsmerkmale. Im Klinikum Friedrichshafen – so rechnete der Chefarzt vor – seien im vergangenen Jahr insgesamt über 700 künstliche Knie- und Hüft-Gelenke eingesetzt worden.

Prothesen und OP-Instrumente zum Anfassen

Wie diese aussehen, davon konnten sich die Teilnehmer des Patiententages bei den anschließenden Workshops ein Bild machen. Hier gab es Prothesen und OP-Instrumente zum Anfassen sowie eine Demonstration am Kniemodell, wie der Operateur mit computerunterstützter Navigation den Eingriff vornimmt.

Zweiter Patiententag am 16.09.2017

Das Interesse am Patiententag war so groß, dass gar nicht alle Interessierten teilnehmen konnten. Deshalb gibt es am Samstag, 16. September, einen zweiten Patiententag der Klinik für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Endoprothetik.

Knieprothese – so wird operiert: Dr. Günther Tauber, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im MVZ am Klinikum Friedrichshafen, demonstrierte beim Patiententag den Ablauf eines Eingriffes mit Hilfe einer computergestützten Navigation. Bild: MCB

Knieprothese – so wird operiert: Dr. Günther Tauber, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im MVZ am Klinikum Friedrichshafen, demonstrierte beim Patiententag den Ablauf eines Eingriffes mit Hilfe einer computergestützten Navigation.

Bild: MCB

Kontaktdaten

Klinikum Friedrichshafen GmbH
Röntgenstraße 2
88048 Friedrichshafen

Telefon: 07541 96-0
Fax: 07541 96-1185
info @klinikum-fn .de