Friedrichshafen (MCB) Das neu zertifizierte Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung am Klinikum Friedrichshafen lud Interessierte zu einem Patiententag rund um Gelenkersatz an Hüfte und Knie ein.

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und etwa jedem vierten Bundesbürger macht im Laufe seines Lebens die Abnutzung eines Gelenks zu schaffen. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung mit zunehmendem Alter und wirkt sich massiv auf die Lebensqualität aus.

Verschleiß bewirkt Schmerzen

Bemerkbar macht sich der Verschleiß durch zunehmende Schmerzen beim Gehen, später auch im Ruhezustand. „Es ist ein regelrechter Teufelskreis“, erklärt Oberarzt Dr. Oliver Staneff, einer der Hauptoperateure für Endoprothesen am Klinikum Friedrichshafen beim diesjährigen Patiententag für Endoprothetik. „Durch die Schmerzen nehmen die Patienten eine Schonhaltung ein. Es kommt zu einem Bewegungsmangel, der sich wiederum negativ auf die Knorpelernährung auswirkt und zu weiterem Verschleiß führt.

Informationsbedarf ist hoch

Viele der Besucher kennen die Beeinträchtigungen durch starke Gelenkschmerzen, einige von ihnen tragen bereits ein Implantat und so ist der Informationsbedarf entsprechend hoch.

Vor einer OP: Zuerst Konservative Therapien

Bevor es jedoch zu einer Operation kommt, gibt es verschiedene Möglichkeiten von konservativen Therapien. Dazu gehören beispielsweise die Einnahme von Medikamenten, Injektionsbehandlungen, Strahlentherapie aber auch Akupunktur, Krankengymnastik und orthopädische Maßnahmen.

Letzter Behandlungsschritt: OP

„Das Problem der Arthrose ist ihre Unheilbarkeit“, erläuterte Dr. Günther Tauber und fügte hinzu, „und doch ist der Einsatz eines Implantates der letzte Behandlungsschritt, wenn alle konservativen Therapien versagen und die Lebensqualität des Patienten deutlich eingeschränkt ist.“

Abgestimmte, individuelle Versorgung von großer Wichtigkeit

Wenn es zu einer Operation kommt, ist für Prof. Dr. Eugen Winter, Zentrumsdirektor und Chefarzt, eine auf den einzelnen Patienten abgestimmte Versorgung von großer Wichtigkeit. In einer Sprechstunde erfolgt eine Beratung unter Berücksichtigung der individuellen Situation, der Eingriff wird zeitlich terminiert und auch die Rehabilitationsmaßnahmen werden direkt in die Wege geleitet.

Erwartungen sind hoch

Die Erwartungen der Patienten an die Operation und das Leben mit der Prothese sind sehr hoch. „Nur wer hohe Qualität anbietet, kann diesen Erwartungen gerecht werden“, berichtet Prof. Dr. Winter aus seiner langjährigen Erfahrung als Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurg.

Höchstes Sicherheitsniveau: Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

Aus diesem Grund hat sich das Klinikum vor kurzem als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifizieren lassen. Die hohen Qualitätsanforderungen an ein solches Zentrum stellen sicher, dass die Operationen nach den neuesten medizinischen Standards auf höchstem Sicherheitsniveau und in engem Austausch mit dem ERPD (Endoprothetikregister Deutschland) durchgeführt werden.

Höhere Versorgungsstufe für Patienten des Medizin Campus Bodensee

„Durch die Zusammenlegung der Kompetenzen aus Tettnang und Friedrichshafen wurde diese Zertifizierung und eine damit verbundene höhere Versorgungsstufe für unsere Patienten erst möglich“, erklärt stolz Johannes Weindel, Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee.

Viele Besucher nutzten das Angebot, sich von Dr. Günther Tauber am Modell die verschiedenen Operationsverfahren zeigen zu lassen. Bild: MCB

Viele Besucher nutzten das Angebot, sich von Dr. Günther Tauber am Modell die verschiedenen Operationsverfahren zeigen zu lassen.

Bild: MCB

Oberflächenersatzprothese, Teilprothese, Kurzschaftprothese oder Totalendoprothese, Dr. Oliver Staneff erläutert verschiedene Implantatssysteme. Bild: MCB

Oberflächenersatzprothese, Teilprothese, Kurzschaftprothese oder Totalendoprothese, Dr. Oliver Staneff erläutert verschiedene Implantatssysteme.

Bild: MCB

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