Quantensprung in der Radiologie im Klinikum Friedrichshafen

Friedrichshafen (MCB) Schneller, besser und deutlich geringere Strahlenbelastung. So lassen sich die Funktionsweise und Vorteile des neuen Computertomographen (CT) sowohl für den Patienten als auch das Personal der „Radiologie“ des Klinikums Friedrichshafens umschreiben.

Der neue CT ist fünfmal so schnell wie der, der bislang im Einsatz war – seit 2006 war der „16-Zeiler“ in Betrieb, jetzt arbeitet die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Nuklearmedizin unter Leitung von Prof. Dr. Kaare Tesdal mit einem „80-Zeiler“.  Eine „Zeile“ ist ein physikalisches Maß und entspricht 0,5 Millimeter in Längsrichtung.

Neuer CT des Klinikums Friedrichshafen ist fünfmal so schnell wie der alte und kann so viel mehr

„Das ist ein Quantensprung in der Radiologie“, sagt Chefarzt Tesdal, denn durch die hohe Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit kann das Untersuchungsspektrum deutlich erweitert werden. Mit dem abgebauten 16-Zeiler-Tomographen konnten gleichzeitig 16 parallele Schichten, mit dem neuen Tomographen werden 80 Schichten gleichzeitig aufgezeichnet. Dieses Vervielfachung von Detektorzeilen führt zu einer deutlichen Beschleunigung von CT-Untersuchungen, so dass eine hochauflösende Herzuntersuchung mit dem 80-Zeilen-Tomographen weniger als zwölf Sekunden in Anspruch nimmt, der Brust- und Bauchbereich kann innerhalb von 15 Sekunden gescannt werden.

Weniger Strahlungsbelastung, weniger Kontrastmittel

Bis zu 75 Prozent weniger Strahlungsbelastung und wesentlich weniger Kontrastmittel für die Untersuchungen – allein diese beiden Parameter zeigen den Vorteil des neuen CT für die Patienten des Klinikums klar auf. Ganz abgesehen davon, dass die Bilder, die der Hochleistungs-CT in wenigen Sekunden liefert, um ein Vielfaches besser und auch noch dreidimensional sind.

Bilder sofort an allen Arbeitsplätzen verfügbar

Selbstverständlich können alle CT-Daten Bilder umgehend in das PACS, das medizinische Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem, transferiert werden und sind somit an den entsprechenden Arbeitsplätzen umgehend verfügbar.

Seit der vergangenen Woche in Betrieb

Seit der vergangenen Woche werden die Patienten des Klinikums ausschließlich mit dem neuen Gerät untersucht. Zuvor gab es nach der Installation eine intensive Schulungsphase durch Mitarbeiter des Geräte-Herstellers, der Firma Toshiba. Alter CT raus, neuer CT rein, Inbetriebnahme – das dauert natürlich einige Tage und damit auch in dieser Zeit die manchmal lebenswichtigen Untersuchungen vorgenommen werden können, stand im Wirtschaftshof des Klinikums ein „CT auf Rädern“ in einem Container.  

Liege für sehr große und sehr schwere Patienten

Das Klinikum Friedrichshafen hat den CT mit einer extralange Liege bestellt, so dass auch Patienten mit einer Körpergröße bis knapp unter zwei Metern untersucht (Ganzkörper-CT) werden können, und schwere Patienten, denn der Tisch trägt eine Last von bis zu 300 Kilogramm. Wichtig vor allem auch für das Adipositaszentrum des Klinikums.

Diagnostik deutlich verbessert

Prof. Dr. Kaare Tesdal freut sich, dass mit dem neuen CT-Gerät, einem der Modernsten auf dem Markt, die Diagnostik der Patienten deutlich verbessert werden konnte. Dafür hat das Klinikum Friedrichshafen 600.000 Euro investiert.  Pro Tag werden durchschnittlich 30 bis 35 Patienten am CT im Klinikum Friedrichshafen untersucht, davon sind etwa ein Fünftel Notfälle.

Die MTRAs Janina Martion und Doreen Paschold (von links) haben sich in den vergangenen Tagen mit dem neuen CT vertraut gemacht, unterstützt wurden sie dabei von Oliver Rätzel (Toshiba) und ihrem Kollegen Gerd Blauert. Bild: MCB

Die MTRAS Janina Martion und Doreen Paschold (von links) haben sich in den vergangenen Tagen mit dem neuen CT vertraut gemacht, unterstützt wurden sie dabei von Oliver Rätzel (Toshiba) und ihrem Kollegen Gerhard Blauert.

Bild: MCB

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