Sektion Gefäßchirurgie am Klinikum Friedrichshafen wird zur Hauptabteilung

Friedrichshafen (kf) Im Klinikum Friedrichshafen gibt es seit Anfang 2015 nicht mehr nur zwei sondern jetzt drei Chirurgische Hauptabteilungen: Aus der Sektion Gefäßchirurgie, die bisherig zur der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie gehörte, ist nun die selbstständige Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (Chirurgische Klinik III) geworden. Diese wird, so wie bisher die Sektion, von Dr. Malte Gerbig geleitet.

"Die zunehmende Spezialisierung und die heutige hochtechnisierte Medizin bei einer zunehmend alternden Bevölkerung mit immer mehr Gefäßerkrankungen, aber auch der Wandel innerhalb der Chirurgie waren Grund genug für eine Aufspaltung der bisherigen Allgemeinchirurgie in eine Klinik für Gefäßchirurgie und eine Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie", erklärt Dr. Malte Gerbig.

Interdisziplinärer arbeiten

Doch die Chirurgische Klinik III ist mehr als eine weitere Klinik für Chirurgie. Nicht nur im Namen der Klinik ist die Gefäßmedizin vertreten – dahinter verbirgt sich der interdisziplinäre Ansatz, denn Gefäßchirurgen, Radiologen, Neurologen und Mediziner anderer Disziplinen arbeiten hier bei komplexen Krankheitsbildern zusammen.

Deutliche Zunahme an Patienten

In den vergangenen vier Jahren verzeichnete die Sektion Gefäßchirurgie eine deutliche Zunahme an Patienten, die fachübergreifend sowohl durch die Gefäßchirurgie als auch durch die Interventionelle Radiologie sowie anderen Fachdisziplinen am Klinikum  behandelt wurden. Auch die Gründung der Neurologischen Klinik (2012) hatte eine deutliche Zunahme an Schlaganfallpatienten mit operationsbedürftigen Gefäßveränderungen an den Halsschlagadern zur Folge.

Verfahren moderner Gefäßchirurgie

Die moderne Gefäßchirurgie setzt nicht nur auf bewährte offene Operationsverfahren,  sondern auch auf die intraoperative Anwendung von endovaskulären Verfahren. Dabei kann man durch Ballonkatheter und Stents Gefäßengstellen und Verschlüsse innerhalb des Gefäßes aufweiten und damit das Gefäß wieder durchgängig machen. In Kombination mit offenen Operationen (Hybrideingriffe)  führt das häufig zu deutlich besseren Therapieergebnissen.  Auch die konservative (medikamentöse) Gefäßmedizin sowie die gleichzeitige Behandlung anderer Organsysteme können häufig  zu insgesamt besseren Therapieerfolgen zum Wohle des Patienten beitragen. Die häufig schwerkranken Patienten profitieren dabei von einer engen Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen am Klinikum Friedrichshafen.

Unterstützt wird die erweiterte Neuausrichtung der vaskulären Medizin unter anderem auch durch Dr. Johannes Baulmann, leitender Arzt der Inneren Medizin am Krankenaus 14 Nothelfer Weingarten. Der erfahrene Angiologe (Spezialist für Gefäßerkrankungen) und Kardiologe wird am Klinikum Friedrichshafen vor allem den konservativen Bereich der Gefäßerkrankungen mit betreuen.

Auch die Diabetologie an der Klinik Tettnang mit ihrer hochspezialisierten Diabetischen Fußambulanz steht als Kooperationspartner mit der Friedrichshafener Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin sowie dem Institut für Interventionelle Radiologie in engem Austausch.

Rezertifizierung angestrebt

Nachdem die Gefäßchirurgie bereits zwischen den Jahren 2005 und 2009 als Gefäßzentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin zertifiziert war, wird noch in diesem Jahr die Rezertifizierung als Gefäßzentrum erwartet.

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Chirurgische Klinik III

Das Team der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (von links): Dr. Gerit Geisler, Dr. Malte Gerbig, Dr. Johannes Baulmann, Selina Gresser, Tuan-Loc Doan und Dr. Jochen Reiter.

Das Team der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (von links): Dr. Gerit Geisler, Dr. Malte Gerbig, Dr. Johannes Baulmann, Selina Gresser, Tuan-Loc Doan und Dr. Jochen Reiter.

Bild: Klinikum Friedrichshafen

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