Transplantation von körpereigenem Fettgewebe zur dauerhaften Faltentherapie

Friedrichshafen (MCB) Schon vor rund 100 Jahren wurde körpereigenes Fett genutzt, um Falten an anderen Stellen des Körpers dauerhaft zu therapieren. Die Begeisterung ebbte bald ab, da die verschiedenen Operateure zu dieser Zeit von sehr unterschiedlichen Erfolgen berichteten …

 „In der jüngeren Vergangenheit wurde das Verfahren durch verschiedene Varianten der Fettentnahme und -aufbereitung als Ergebnis mehrere Tests verfeinert“, so Dr. med. Michael Ruggaber, Plastischer Chirurg des „Medizin Campus Bodensee“. Und so können heute „recht beachtliche Ergebnisse bei der Einheilung des Fettgewebes erzielt werden, was Dank der radiologischen Diagnostik mittlerweile auch sehr gut dargestellt werden kann“, erklärt Ruggaber und erläutert die Methode: Für die Übertragung von Fettgewebe wird aus den vorhandenen Depots an Bauch, Oberschenkel oder Gesäß Fett entnommen. Dieses wird dann unbehandelt oder speziell aufbereitet an anderen Körperstellen wieder eingebracht. „So können Dellen der Weichteile, größere Volumendefekte wie zum Beispiel nach Unfällen oder Gesichtsfalten dauerhaft aufgepolstert werden“, erklärt der Plastische Chirurg.

Besonders geeignet im Gesicht

Besonders geeignet ist im Gesicht die Nasolabialtfalte (Nasen-Lippen-Furche), die sehr häuft mehr Volumen benötigt, um an die Umgebung angeglichen zu werden. Es können aber auch eingefallene Wangen, die Zornesfalte oder eine spitze auffällige Kinnpartie gut ausgeglichen werden, das Jochbein betont werden oder das oberen Gesichtsdrittels modelliert werden. Sogar eine Optimierung des Gesichtsausdruckes ist machbar.

Dauerhafte Alternative

„Bei bestimmten Indikationen ist und bleibt der Einsatz von Hyaluronsäure oder Botoxinjektionen nach wie vor das Mittel der Wahl zur Faltentherapie“, so Ruggaber. Jedoch stellt der Einsatz von Körpereigenem Fett eine dauerhafte Alternative dar, so dass nach der Erstbehandlung oft keine weitere Auffrischung erfolgen muss.

Lokale Betäubung oder kurze Narkose

Der Eingriff erfolgt, je nach benötigter Menge, in lokaler Betäubung oder in einer kurzen Narkose. Zeitgleich kann ein bestimmtes störendes Fettpolster entfernt werden. Die Patienten sind mit dem Operationsergebnis meist sehr zufrieden, die Komplikationswahrscheinlichkeit ist gering, der Erfolgsquote hingegen groß.

Sektion Plastische- und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie

 

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