Tumor-Operation mit dem Da Vinci-Operationssystem

Friedrichshafen (MCB) Gerade mal drei Wochen nach seiner Darmoperation steht Hermann Hoher aus Ailingen wieder mitten im Leben. Im Darmzentrum des Klinikums Friedrichshafen fühlte er sich sowohl fachlich als auch menschlich bestens aufgehoben. Überzeugt hat ihn auch die Operation mit Hilfe der roboterunterstützten Technik des Da Vinci-Operationssystems.

Ein bösartiger Tumor in der Größe eines Tischtennisballs im Enddarm – diese erschreckende Diagnose traf Hermann Hoher Mitte September. „Vom ersten Hausarztbesuch bis zur Operation, bei der neben dem Tumor 40 Zentimeter Darm entfernt wurden, vergingen nur 24 Tage“, kann er sich ganz genau erinnern.

Hervorragendes und schnelles Zusammenwirken von Hausarzt, Diagnoseärzten und Klinikum

Fasziniert war er vor allem vom hervorragenden und schnellen Zusammenwirken von seinem Hausarzt, den Diagnosefachärzten in Friedrichshafen und den Fachärzten des Klinikums Friedrichshafen. „Das hat perfekt funktioniert.“ Über die Krankheit informiert habe ihn zunächst der Hausarzt. Es sei sofort klar gewesen, dass eine Operation unumgänglich ist. „Bereits einen Tag später war ich bei Herrn Dr. Lehmann zum Operationsgespräch im Klinikum.“

"Einfühlsame als auch verständliche Art"

Mit Dr. Thorsten Lehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Zentrumsleitung, fand Hermann Hoher einen Arzt, zu dem er von Anfang an Vertrauen hatte. „Vor allem hat mich seine sowohl einfühlsame als auch verständliche Art mit mir und meiner Frau über diese bösartige Erkrankung zu sprechen sehr beeindruckt“, sagt der 69-jährige Ailinger. Ausführlich und auch für ihn als Nichtmediziner nachvollziehbar seien seine Darstellung der Erkrankung und die damit verbundene Behandlung gewesen. „Mir war schnell klar, dass ich von ihm operiert werden möchte.“

Roboterassistierte OP

Nachdem er sich zusätzlich im Internet schlau gemacht hatte, wusste Hermann Hoher, dass der „Da Vinci“ nicht viel mit einem herkömmlichen Roboter zu tun hat. „Das Gerät ist nur so gut wie der Operateur“, so Hoher. Selbst von Beruf Maschinenbauer ist ihm klar, dass das Ergebnis besser sein muss als bei einer herkömmlichen Operation.

Vortrag der Tumorspezialisten

„Das System ermüdet und zittert nicht. Die Mikroinstrumente können exakt bewegt werden, der Chirurg sieht das Operationsfeld dreidimensional und in zwölffacher Vergrößerung“, berichtet der ehemalige Patient. Ein Vortrag der vier Tumorspezialisten des Klinikums Friedrichshafen verbunden mit der Demonstration eines Original „Da Vinci“ habe ihn dann vollends überzeugt.

fachlich und menschlich hoch zufrieden mit dem DKG-Darmzentrum am Klinikum Friedrichshafen

Eine Woche nach dem Erstgespräch mit Dr. Lehmann war der „Da Vinci“ frei. „Nach der Operation war ich noch eine Woche im Klinikum und auch auf der Station fühlte ich mich wohl und vor allem sehr gut versorgt“, berichtet Hermann Hoher. Von den Ärzten über Krankenschwestern, Pflegern und Schwesternschülerinnen bis zur Reinigungskraft hätten alle neben fachlicher  Kompetenz auch viel menschliche Zuwendung und durchgängiges Bemühen um sein Wohlergehen gezeigt. „Für einen Krebspatienten ist das ganz besonders wichtig“, so Hohers Erfahrung.

Überzeugend: Die gemeinsamen Tumorkonferenz

Zwei Wochen nachdem er das Klinikum verlassen hat, ist Hermann Hoher sowohl körperlich als auch psychisch wohlauf. „Ich rechne es Herrn Dr. Lehmann sehr hoch an, dass er mir an einem Samstag per E-Mail mitgeteilt hat, dass in meinem Fall keine Chemo-Therapie nötig ist“, sagt er voller Erleichterung. Sehr überzeugt ist Hermann Hoher von der gemeinsamen Tumorkonferenz der verschiedenen Fachbereiche im Klinikum Friedrichshafen. „So profitieren die Ärzte gegenseitig von ihren Erfahrungen was wiederum uns Patienten zugutekommt.“

Voll des Lobes für die Spezialisten im Klinikum Friedrichshafen: Hermann Hoher aus Ailingen ist glücklich, dass er seine Darmoperation gut überstanden hat. Bild: MCB

Voll des Lobes für die Spezialisten im Klinikum Friedrichshafen: Hermann Hoher aus Ailingen ist glücklich, dass er seine Darmoperation gut überstanden hat. Bild: MCB

Am Mittwoch, 16. November, geht es bei „Medizin am Gleis“ im Kulturschuppen am Bahnhof Meckenbeuren (Beginn 19 Uhr) um das wichtige Organ „Darm“.

Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann wird, als einer von vier Referenten, die Frage beleuchten: „Was ist mit dem Da-Vinci-OP-Roboter am Darm möglich?

Kontaktdaten

Klinikum Friedrichshafen GmbH
Röntgenstraße 2
88048 Friedrichshafen

Telefon: 07541 96-0
Fax: 07541 96-1185
info @klinikum-fn .de