"Der Roboter ist so gut wie der Mann, der ihn bedient"

Ravensburg/Friedrichshafen (MCB) Wann hat man schon mal die Gelegenheit, vier von operations-technischen Neuerungen begeisterten Chefärzten zuzuhören, ohne dass es dafür einen akuten gesundheitlichen Anlass gibt? Und vor oder nach den Vorträgen dieser selbst Hand anzulegen an einem OP-Roboter der neuesten Generation? Die „Vortragsreihe: Gesundheit im Medienhaus“ Ravensburg ermöglichte dies mehr als 100 Lesern, die bald selbst ein bisschen Funkeln ob der Möglichkeiten in den Augen hatten und gespannt den vier Vorträgen lauschten.

Die Urologen Dr. Carsten Sippel und Dr. Wilhelm Esser-Bartels, der Gynäkologe Dr. Hans-Walter Vollert und der Allgemeinchirurg Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann (alle Klinikum Friedrichshafen) sprachen natürlich über die Einsatzmöglichkeiten, die es Dank des Da-Vinci OP-Roboters im jeweiligen Fachgebiet gibt, erörterten die vielen Vorteile für die Patienten, beleuchteten auch die Entwicklungsgeschichte der roboter-assistierten Chirurgie und demonstrierten mit kleinen Filmsequenzen eindrücklich den medizinisch-technischen Fortschritt.     

Weiterer Meilenstein

Im Klinikum Friedrichshafen kommt das vierarmige da Vinci® Si HD-Operationssystem und die damit einhergehende hochentwickelten minimalinvasiven Operationstechnik seit 2011 zum Einsatz. Im Sinne seiner Patienten setzte das Klinikum damit einen weiteren Meilenstein des medizinischen Fortschritts und jetzt wurde der OP-Roboter von der nächsten Generation – dem da Vinci® Xi Surgical System – abgelöst.

2,2 Millionen Euro investiert

„Unsere Chirurgen, Gynäkologen und Urologen werden von einem verbesserten Instrumentarium, einem noch besseren Endoskop sowie beweglichen Instrumententrägern, die eine noch einfachere und für die Patientin schonendere Operation ermögliche, profitieren“, erklärt Geschäftsführer Johannes Weindel. Das Klinikum Friedrichshafen investiert 2,2 Millionen Euro in das neue OP-System das das Herz des Da-Vinci-Zentrums in Süddeutschland ist, „damit die Patienten von der derzeit fortschrittlichsten Operationsmethode profitieren können“, so Johannes Weindel weiter.

Viele Vorteile für Patienten

Wissenschaftliche Studien belegen die vielen Vorteile für die Patienten. Selbst Krankenkassen stellen Vergleiche zwischen herkömmlicher, laparoskopischer und roboter-assistierter Chirurgie an und kommen zum selben Ergebnis. Trotzdem übernehmen sie die Mehrkosten für die roboter-assistierte Chirurgie nicht. Das Klinikum Friedrichshafen trägt diese zu 100 Prozent, weil es von den Vorteilen für die Patienten überzeugt ist. 

Dr. Wilhelm Esser-Bartels, der „Da Vinci“-Pionier im Klinikum Friedrichshafen, ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Anschaffung eines OP-Roboters ein „Wagnis für ein Krankenhaus“ ist und zwei wesentliche Bedingungen daran geknüpft sind: das Ärztliche Know-how und die wirtschaftliche Entschlusskraft des Managements müssen zusammenpassen. „Der Roboter ist so gut wie der Mann, der ihn bedient“, so Esser-Bartels während seines Vortrags bei Schwäbisch Media. 

Im Erdgeschoss des Ravensburger Medienhauses nutzen viele Besucher des Vortrags die Gelegenheit, den Da-Vinci-OP-Roboter aus nächster Nähe zu sehen und sich selbst daran zu versuchen.  Bild: MCB

Im Erdgeschoss des Ravensburger Medienhauses nutzen viele Besucher des Vortrags die Gelegenheit, den Da-Vinci-OP-Roboter aus nächster Nähe zu sehen und sich selbst daran zu versuchen.  Bild: MCB

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