Sektion Pädiatrische Psychosomatik des Klinikums Friedrichshafen nimmt sich Schulvermeidern an

Friedrichshafen (MCB) „Mal bin ich zur Schule gegangen und mal nicht. Wenn ich morgens noch voll müde war, hab ich mich einfach umgedreht und weiter geschlafen. Mindestens einmal in der Woche manchmal öfter“, so oder so ähnlich hören sich die Geschichten von jungen Menschen an, die in der Sektion Pädiatrische Psychosomatik des Klinikums Friedrichshafen behandelt werden.

Grundlage für deren stationären Aufenthalt ist die „Schulvermeidung“, auf die meist die Lehrer oder auch niedergelassene Kinderärzte aufmerksam werden.

Ursachen: Angst und Phobie

„Schulvermeidung kann zwei verschiedene Ursachen haben: Angst und Phobie“, erklärt Alexandra Scheit, Fachärztin für Kinder- und Jugend-Psychiatrie und Psychotherapie und Leiterin der Sektion Pädiatrische Psychosomatik des Klinikums Friedrichshafen.

Ursache Schulangst

Haben die Kinder Angst vor der Schule, liegt es häufig daran, dass sie gemobbt werden, in ihrer Schule überfordert sind, erpresst werden oder Angst vor einem Versagen haben. Sie reagieren somatisch, haben immer wieder Kopf- oder Bauchschmerzen und gehen deshalb zum Kinderarzt.

Ursache Angststörung (Phobie)

Eine andere Ursache für die Schulvermeidung kann eine extreme häusliche Belastung sein aus der sich eine Angststörung (Phobie) entwickelt: So könnten eine Elternteil oder auch kleinen Geschwister erkrankt sein und so zu schweren Lebensumständen führen, die den Verantwortungsdruck massiv erhöhen. Auch hier reagieren Kinder oft mit Übelkeit, Bauch- und Kopfweh und das legitimiert sie dann, zu Hause zu bleiben. Gehäufte Schulversäumnisse führen dann zu sinkenden Schulleistungen und fehlenden –abschlüssen, aber oft auch zur sozialen Desintegration.

Gemeinsam für eine nachhaltige Lösung

In enger Zusammenarbeit suchen Kinderärzten, Schulen, niedergelassen Kinder- und Jugendpsychiater, Fachärzte des ZfP Südwürttemberg und der SINOVA-Klinik (beides auf dem Gelände des Klinikums) gemeinsam mit der Sektion Pädiatrische Psychosomatik nach einer für jeden jungen Menschen nachhaltigen Lösung.

Krankenhausschule

Meist dauert es mehrere Wochen, weshalb die jungen Patienten in dieser Zeit ja auch die Krankenhausschule besuchen, um den Anschluss in der Schule nicht zu verpassen.

Vorab: Gespräche und Führungen durch die Station

Wichtig, so Alexandra Scheit, ist aber im ersten Schritt zu klären, ob die Schulvermeider eine organische Erkrankung haben. Die Sektionsleiterin bietet persönliche Gespräche, Führungen durch die Sektion und weitere Informationen zu einem stationären Aufenthalt in der Sektion Pädiatrische Psychosomatik an.

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