Moderne Wundbehandlung

Die Wundbehandlung von chronischen Wunden hat sich ebenfalls in den letzten Jahren wesentlich geändert und weiter entwickelt.

Die früher eingeschränkten Behandlungsmethoden konnten durch neue  Entwicklungen von differenzierten Wundauflagen wesentlich erweitert werden. Dazu beigetragen hat vor allem eine intensive Grundlagenforschung über die Pathogenese der Wundheilungsstörungen.

Nach wie vor steht die Gefäßversorgung im Mittelpunkt der Wundheilung. Primär ist es also das Ziel entweder die Versorgung des Gewebes mit sauerstoffreichem Blut (Arterien, also z. B. einen Bypass) zu verbessern oder den Abfluss des venösen Blutes zu optimieren (bei einem fortgeschrittenen Krampfaderleiden durch Entfernen dieser krankhaften Venenabschnitte). Am Anfang der Therapie wird also immer zunächst eine Gefäßdiagnostik stehen.
Bei krankhaften Veränderungen werden diese zunächst behandelt, erst dann beginnt die differenzierte Wundtherapie:

  • Behandlung von infizierten Wunden durch Antibiotika
  • Säuberung der Wunden entweder chirurgisch, Ultraschallbehandlung oder  „biologisch“ (Madentherapie)
  • Konditionierung (Vorbereiten) der Wunden auf eine Hautransplantation durch eine Vacuumsaugung oder eine Elektrotherapie (Verabreichung von Gleichstromreizen des kranken Gewebes)
  • Feuchte Wundbehandlung durch moderne Wundauflagen, die die Wunde nicht austrocknen lassen
  • Hautverpflanzung von Spalthaut bei größeren Hautdefekten
  • Kompressionstherapie durch Kompressionswickel-  oder Strümpfe
  • Orthopädische Schuhversorgung

Sowohl Patienten und Behandler müssen dafür viel Geduld mitbringen. In unserer Wundsprechstunde (MVZ auf dem Campus, Frau Wolff) arbeiten ausgebildete Wundschwestern Hand in Hand mit dem Arzt, um für die Patienten ein optimales Ergebnis zu erzielen.

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Klinikum Friedrichshafen GmbH
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